Audi Motorsport Newsletter 37/2016

logo-sportBeim Saisonauftakt der FIA Formel E in Hongkong gelang Lucas di Grassi der zweite Rang.- WEC

– Pilot Benoît Tréluyer besucht Automobilsalon in Paris

– Erfolge für Audi-Kundenteams in Europa, Asien und Nordamerika

– Starker Saisonauftakt von Lucas di Grassi bei der Formel E in Hongkong
Audi-Kundenteams feierten erste Titel in Nordamerika und belegten Podiumsplätze in der China GT Championship sowie in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Benoît Tréluyer besuchte Audi-Sport-Partner Michelin beim Automobilsalon in Paris.

Lucas di Grassi wird Zweiter beim Formel-E-Auftakt in Hongkong

Spektakulärer Saisonauftakt der Formel E in Hongkong: Lucas di Grassi und das Team ABT Schaeffler Audi Sport sicherten sich mit einer taktischen Meisterleistung den zweiten Platz. Nach einem Ausrutscher im Qualifying ging der Audi-Werksfahrer nur vom 19. Startplatz aus ins Rennen. Ein unverschuldeter Unfall in der zweiten Kurve, als di Grassi einem Crash vor ihm nicht mehr ausweichen konnte, zwang ihn zum ersten unplanmäßigen Boxenstopp mit einem Wechsel des defekten Frontflügels. Das warf ihn erneut an das Ende des Feldes zurück. Eine weitere Safety-Car-Phase nutzte di Grassi zum sehr frühen obligatorischen Autowechsel. Mit konsequentem Energiesparen gelang ihm auf dem Stadtkurs vor der Wolkenkratzer-Kulisse ein Comeback auf das Podium. Es ist der 14. Podestplatz in der Formel E für den 32-Jährigen. Teamkollege Daniel Abt war ebenfalls in eine Startkollision verwickelt, musste sein Auto aber beschädigt in der Box abstellen. Audi hat mit Beginn der dritten Saison der Elektro-Rennserie sein Engagement beim einzigen deutschen Team verstärkt und plant, die Formel E zur Saison 2017/2018 zu einem werkseitigen Motorsport-Programm auszuweiten. Audi-Werksfahrer Loïc Duval (Faraday Future Dragon Racing) wurde 14. Bereits in einer Woche teilen sich Duval und di Grassi mit Oliver Jarvis ein Cockpit im Audi R18 beim siebten WEC-Lauf in Fuji/Japan.

Audi erfolgreich in der VLN

Beim neunten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring belegten Audi-Kundenteams die Plätze zwei und drei in der Kategorie SP9 sowie den dritten Rang im Gesamtklassement. Am Ende des vierstündigen Rennens, dass von schwierigen Wetterbedingungen geprägt war, verpassten Christopher Mies und Connor De Phillippi im Audi R8 LMS von Montaplast by Land-Motorsport nur knapp den Klassensieg und wurden Dritte in der Gesamtwertung. Das Team Phoenix Racing erreichte in der SP9 mit Frank Stippler und Anders Fjordbach den dritten Rang.

Podiumserfolge für Phoenix Racing in China

Beim Saisonfinale der China GT Championship 2016 auf dem Shanghai International Circuit feierte Phoenix Racing Asia während der chinesischen Nationaltagswoche gleich zweimal auf dem Podium. Marchy Lee und Alex Au pilotierten ihren Audi R8 LMS im ersten Rennen am Donnerstag auf den dritten Gesamtrang. Im zweiten Durchgang am Freitag gelang den Audi-Fahrern der zweite Platz.

Erste Titel für Audi R8 LMS in Nordamerika

Audi Sport customer racing hat mit seinen Kunden die ersten Titel des Audi R8 LMS in Nordamerika gefeiert. In der IMSA WeatherTech SportsCar Championship setzte sich der GT3-Sportwagen in drei Wertungen durch. Audi gewann die Markenwertung in der GTD-Klasse dank der Punkte, die die Teams Magnus Racing und Stevenson Motorsports gesammelt haben. Auch in der Sonderwertung aus den vier großen Langstreckenrennen in Daytona, Sebring, Watkins Glen und Road Atlanta triumphierten die Rennwagen mit den Vier Ringen: Magnus Racing schlug im North American Endurance Cup zehn weitere Mannschaften in der GTD-Teamwertung, Audi entschied die Herstellerwertung vor fünf anderen Marken für sich. Für Audi ist es der erste Meisterschaftssieg in Nordamerika seit der Serie von neun Titelerfolgen in der American Le Mans Series zwischen 2000 und 2008.

Benoît Tréluyer besucht Automobilsalon in Paris

Audi-Pilot Benoît Tréluyer besuchte am Dienstag den Automobilsalon in Paris. Auf der Messe in seiner französischen Heimat freuten sich Publikum und Mediengäste am Stand von Audi-Sport-Partner Michelin über den dreimaligen Le-Mans-Sieger. Der Profi-Rennfahrer schrieb für die Besucher Autogramme und erklärte den Medienvertretern, warum die Reifenwahl im Langstrecken-Rennsport oftmals Rennen entscheidet.


Nachgefragt bei … Lucas di Grassi

Der Audi-Werkspilot feierte beim Saisonauftakt der Formel E in Hongkong eine großartige Aufholjagd, die ihn vom 19. Startplatz auf das Podium brachte.

Ein furioser Auftakt in die Saison: „From zero to hero“. Waren Sie nach einem verkorksten Qualifying und einem Startunfall jemals glücklicher am Ende eines Rennens?

Natürlich bin ich glücklich. Aber was im Rennen passiert ist, hatte mit Glück gar nichts zu tun. Wir haben unsere Möglichkeiten gesehen, als das Safety-Car rauskam. Es war eigentlich zu früh für den Autowechsel, denn das bedeutete eine Menge Runden mit dem zweiten Auto – mehr als geplant waren. Ich habe Energie gespart, wo ich konnte und mit einer übervorsichtigen Fahrweise jedes Joule ausgenutzt. Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist, aber wir haben das Auto quasi ausgequetscht – und am Ende war es der zweite Platz. Klasse! Das zeigt wieder einmal, dass wir in unserem Team einfach nicht aufgeben. Rennen wie dieses – oder auch das in Le Mans dieses Jahr – zeigen, dass es erst vorbei ist, wenn die Zielflagge erreicht ist. Großen Dank heute auch an mein Team und meine Mechaniker, sie haben das erst ermöglicht.

Wie bewerten sie den Saisonauftakt der Formel E in Hongkong?

Hongkong ist eine atemberaubende Stadt für die Formel E – ich kann mir keinen besseren Start in die neue Saison vorstellen. Wir haben in dieser Megacity eine Menge Aufmerksamkeit von den Medien und von den Fans bekommen. Jeder in der Stadt wusste von dem Event und hat mitgefiebert. Der Emotion Club im Fahrerlager war ausverkauft, ebenso die Tribünen, vor dem Podium war Partystimmung – nicht nur für mich, auch für die Formel E war das ein toller Auftakt.

Das Interesse der Hersteller steigt. Nach Audi haben sich auch Jaguar, BMW und – als Option – auch Mercedes bekannt. Woher kommt dieses Interesse der „großen“ Hersteller?

Motorsport hat auch immer eine Beziehung zu Entwicklungen und Zielen der Autoindustrie. Die Hersteller orientieren sich immer mehr in Richtung Elektromobilität. Und daher ist es nur logisch, dass sie in die Formel E kommen und elektrische Antriebe produzieren. Außerdem ist die Formel E als Rennserie nach sehr kurzer Zeit auch schon sehr populär und professionell.
Termine der nächsten Woche
14.–15.10. Oschersleben (D), 15. und 16. Lauf DMV GTC
14.–15.10. Nürburgring (D), 13. und 14. Lauf Spezial Tourenwagen-Trophäe
14.–16.10. Fuji (J), 7. Lauf WEC
14.–16.10. Hockenheim (D), 17. und 18. Lauf DTM
14.–16.10. Hockenheim (D), 13. und 14. Lauf Audi Sport TT Cup
14.–16.10. Mugello (I), 13. und 14. Lauf Italienische GT-Meisterschaft
14.–16.10. Brünn (CZ), 7. Lauf International Endurance Series, 12-Stunden-Rennen
15.–16.10. Penbay (RC), 9. und 10. Lauf Audi R8 LMS Cup

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