Audi Motorsport Newsletter 39/2016

logo-sportMit einer starken Performance debütierte der Audi RS 3 LMS beim Saisonfinale der VLN als bestes Auto der TCR-Tourenwagen-Kategorie.

-Audi-Kundenteams feiern Siege und einen Vizetitel
-Erfolgreiche Feuertaufe für den neuen Audi RS 3 LMS
-Joonas Lappalainen über den Triumph im Audi Sport TT Cup

Audi-Kundenteams holten Siege und einen Vizetitel in Europa, Asien und Südamerika. Joonas Lappalainen spricht im Interview über den Weg zum Titelträger im Audi Sport TT Cup 2016.

Eindrucksvolles Debüt des Audi RS 3 LMS

Der neue Audi RS 3 LMS hat bei seinem ersten Renneinsatz einen starken Eindruck hinterlassen. Beim Finale der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring belegten Jordi Gené/Kelvin van der Linde und Rahel Frey/Christopher Haase unter 140 Teilnehmern die Gesamtpositionen 17 und 22. Die beiden Audi RS 3 LMS waren damit die besten Autos der TCR-Tourenwagen-Kategorie. „Das Ergebnis war bei diesem Testeinsatz nebensächlich“, sagt Chris Reinke, Leiter von Audi Sport customer racing. „Viel wichtiger war, dass beide Autos ohne technische Probleme durchgefahren sind und sich unsere Fahrer bei schwierigen Bedingungen wohlgefühlt haben. Der erfolgreiche Testeinsatz auf der Nordschleife war ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung des neuen Audi RS 3 LMS, dessen Auslieferung an Kunden noch in diesem Jahr beginnt.“ Dem Testeinsatz beim VLN-Finale vorangegangen waren mehrtägige Testfahrten auf den italienischen Rennstrecken in Adria und Vallelunga.

Sieg und Vizetitel in der GT Asia Series

Phoenix Racing Asia ist in der Saison 2016 eine starke Premiere gelungen: Die Mannschaft von Ernst Moser bestritt in diesem Jahr zum ersten Mal die bedeutendste Sportwagen-Meisterschaft Asiens – die GT Asia Series. Beim Finale in Shanghai feierten Alex Yoong und Teamkollege Alex Au im Audi R8 LMS von Startplatz eins den Sieg im ersten Finallauf. Im zweiten und abschließenden Lauf fuhren ihre Teamkollegen Marchy Lee und Shaun Thong auf Platz zwei. Die beiden aus Hongkong stammenden Piloten Lee und Thong sicherten sich damit den Vizetitel in der Fahrerwertung. Der Gesamtsieg ging an Edoardo Liberati und Andrea Amici. Audi-Fahrer Shaun Thong gewann zudem die Pro-Am-Cup-Wertung.

Sieg beim Saisonfinale der VLN

Christopher Mies und Connor de Phillippi haben das Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring gewonnen. Die beiden Piloten vom Team Montaplast by Land-Motorsport sicherten sich den Gesamtsieg mit einem deutlichen Vorsprung von 2.44,418 Minuten. Sie gingen in ihrem Audi R8 LMS zunächst auf nasser Strecke mit Regenreifen in das vierstündige Rennen. Als nach 1,5 Stunden der Himmel aufbrach und die Sonne den Kurs abtrocknete, wechselte die Konkurrenz zu früh auf Slicks. Der Rennstall aus Niederdreisbach vertraute noch auf die Pneus mit Profil und fuhr bis zu vier Sekunden schnellere Rundenzeiten. Das war der Schlüssel zum Sieg: Mit einer taktisch klugen Reifenstrategie feierten Mies/de Phillippi am Ende den dritten Saisonsieg sowie den Gewinn der VLN Speed Trophäe, die das beste Team erhielt.

Audi-Kundenteam triumphiert in Südamerika

AC Racing feierte den Gesamtsieg beim 200-km-Rennen von Lima („Los 200 km de Lima“). Enrique Arriola und Ricardo Dasso pilotierten ihren Audi R8 LMS ultra nach 83 Runden zum Gesamtsieg. Ausgetragen wurde das Rennen auf dem Autódromo La Chutana inmitten einer imposanten Berglandschaft 50 Kilometer südlich der peruanischen Hauptstadt Lima.

Nachgefragt bei … Joonas Lappalainen

Er ist der neue Titelträger im Audi Sport TT Cup 2016. Joonas Lappalainen stand in 14 Rennen elfmal auf dem Podium und feierte vier Laufsiege. Der erst 18 Jahre alte Rennfahrer aus Helsinki war der dominierende Pilot in der zweiten Saison des Audi-Markenpokals.

Joonas Lappalainen, 2015 noch als jüngster Pilot im Starterfeld Gesamtrang vier. Nur ein Jahr später folgte der Triumph als Titelträger im Audi Sport TT Cup 2016. Was war der Schlüssel zum Erfolg?

Als ich 2015 im Debütjahr des Audi Sport TT Cup an den Start ging, war natürlich alles neu für mich. In der ersten Saisonhälfte musste ich mich damals an alles gewöhnen und das richtige Gespür für das Auto und die Rennstrecken entwickeln. Ich habe mich stetig verbessert, noch vier Podiumserfolge sowie zwei Saisonsiege geholt und mich sehr gut für 2016 aufgestellt. In der abgelaufenen Saison zahlte sich die harte Arbeit aus: In 14 Rennen stand ich elfmal auf dem Podium. Ich war der konstanteste Fahrer – das war am Ende klar der Schlüssel zum Erfolg.

Sie erreichten zudem als einer von nur drei Fahrern immer das Ziel. Kann man sagen, Sie sind taktisch Ihrer Konkurrenz überlegen?

Ich habe mich in einigen Situationen cleverer verhalten. Man sollte nicht immer mit der Brechstange auf Sieg fahren, sondern muss auch kalkulieren können. Nehmen wir zum Beispiel das erste Rennen beim zweiten Gastspiel auf dem Nürburgring: Bis in die letzten Runden lieferten sich Dennis Marschall und Sheldon van der Linde einen Kampf um den Sieg. Am Ende kostete sie ein hartes Rad-an-Rad-Duell einen Podiumserfolg. Ich profitierte und gewann das Rennen. Man muss eben auch mal auf Nummer sicher gehen und die richtigen Entscheidungen treffen, um Champion zu werden. Am Ende zählt die Gesamtpunktzahl.

Vor dem Saison-Showdown in Hockenheim war die Titelentscheidung noch nicht gefallen. Dennoch blieben Sie cool. Wie sind Sie das Finalwochenende auf dem Hockenheimring angegangen?

Der Doppelsieg von Dennis Marschall in Budapest hat das Saisonfinale noch einmal spannend gemacht. Aber ich wusste, dass ich die Möglichkeit habe, bereits im Qualifying durchzustarten. Schon 2015 stand ich beim Finale zweimal in der ersten Startreihe – das hat mir Selbstvertrauen gegeben. Als ich dann den ersten Durchgang gewann und am Sonntag nur noch ins Ziel kommen musste, um den Titel zu holen, war ich mir sicher: Der Gesamterfolg ist mir nicht mehr zu nehmen.

Gibt es noch Dinge, die Sie verbessern wollen?

Klar. Es gibt immer Dinge, die man besser machen kann. Ich hatte nicht immer die Pace, die ich mir erhofft hatte. Wir sind beim Set-up des Autos kein Risiko eingegangen und so war ich teilweise einige Zehntel langsamer als die Konkurrenz. Ich hätte meinen möglichen Speed gern noch besser demonstriert.

Was sind Ihre Pläne für 2017 und die weiteren Schritte im Motorsport?

Das ist im Moment noch schwer zu sagen. Ich genieße erst einmal meinen Triumph im Audi Sport TT Cup 2016. Mein Wunsch wäre es, bei Audi Sport customer racing Fuß zu fassen. Ob im neuen Audi RS 3 LMS oder Audi R8 LMS – ich würde gern die Möglichkeit erhalten, Tests für beide Autos zu absolvieren.

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